Die zwölf schönsten Strände der Maremma, im Süden der Toskana

Autor: Philipp Loermann
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Die Maremma bietet eine einmalige Mischung all der Dinge, die das Leben lebenswert machen: Kultur, Geschichte, kulinarische Genüsse, wunderbare Menschen, malerische Städte und – jede Menge Strand und Meer. Die Küste der Toskana verläuft über 400 Kilometer am Thyrrenischen Meer entlang. Von Norden nach Süden – von der Region Versilia bis zur Halbinsel des Monte […]

Die Maremma bietet eine einmalige Mischung all der Dinge, die das Leben lebenswert machen: Kultur, Geschichte, kulinarische Genüsse, wunderbare Menschen, malerische Städte und – jede Menge Strand und Meer. Die Küste der Toskana verläuft über 400 Kilometer am Thyrrenischen Meer entlang. Von Norden nach Süden – von der Region Versilia bis zur Halbinsel des Monte Argentario mit ihren sandigen Stränden und Steilküsten. Kilometerlange Sandstrände, Buchten und Naturschutzgebiete wie der Nationalpark der Maremma Marina di Alberese verzaubern den Besucher mit ihrer einmaligen und abwechslungsreichen landschaftlichen Atmosphäre. Und fast überall sieht man die blaue Flagge als Zeichen für optimale Wasserqualität.

Ein Aufenthalt in der Maremma ohne Aufenthalt am Strand ist zumindest für mich persönlich absolut nicht denkbar. Stellt sich nur jedes Mal die Frage, wie nah am Strand man wohnen will. Liegt die Betonung auf Strand oder auf Land? Denn auch vom Landesinneren aus kann man wunderbare Tagesausflüge an die verschiedenen Strände der Maremma unternehmen. Sogar mit Hund, denn es gibt viele Hundebadestrände. Und mit Kindern sowieso. Die Küste der Toskana, speziell der Maremma, ist an allen Stellen einfach wunderschön, sodass hier jeder garantiert seinen Lieblingsort findet. Um die Qual der Wahl ein bisschen angenehmer zu gestalten, habe ich im Folgenden eine Liste der Strände zusammengestellt, die auf meiner ganz persönlichen Rangliste der Lieblingsstrände die ersten zehn Plätze einnehmen. Aber urteilen Sie selbst!

Eine persönliche Auswahl der tollsten Strände in der Südtoskana

  1. Cala Violina (Scarlino)
    Dieser Strand gehört zu den schönsten Stränden der Maremma. Weil er in einer windgeschützten Bucht liegt, kann man hier auch schon im Frühling bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen die Sonne genießen. Außergewöhnlich schön ist auch der Weg, der vom Landesinnern zum Strand führt. Am Strand selbst erwarten einen weißer Sand und sauberes kristallklares Wasser. Seinen Namen trägt der Strand Cala Violina aufgrund des Geräusches, das entsteht, wenn man ihn überquer, und das an den Klang einer Violine erinnert.
  2. Marina di Alberese
    Der Strand Marina di Albese ist nicht nur vollkommen kostenlos, sondern auch absolut naturbelassen. Es ist der Strand des Maremma-Naturparks, der sich über acht Kilometer erstreckt und auf dem man durchaus auch mal auf Tiere wie Wildschweine, Füchse und Rehe trifft, die dort nach Nahrung suchen oder sich – man kennt das von sich selbst – im Meer abkühlen.
  3. Roccamare (Castiglione della Pescaia)
    Ein schöner Strand im Norden von Castiglione della Pescaia. Im besten Sinne urban geprägt und gleichzeitig natürlich. Mit sauberem Wasser und einem breiten, langen Sandstrand, den man über einen Weg neben dem Roccamare Resort erreicht. Nach ca. 300 Metern sind Sie da. Und wenn Sie dann nach links gehen und noch ein wenig laufen, finden Sie bestimmt ein ungestörtes Plätzchen. Auch in der Hochsaison.
  4. Spiaggia della Giannella (Orbetello)
    Zwei lange Sandstreifen verbinden die Halbinsel des Monte Argentario mit dem Festland. Einer davon ist der Strand Spiaggia della Giannella, der sich über acht Kilometer Länge und fünf Kilometer Breite zwischen dem Mittelmeer und der „macchia mediterranea“, der immergrünen Pflanzenformation, erstreckt. Die meisten der hier ansässigen Strandbäder fügen sich äußerst diskret und angenehm in ihre Umgebung und sind außerdem zum größten Teil frei zugänglich und sehr sauber. Immer wieder trifft man auf angespülte Stämme und Posidonien. Posidonien sind Meerespflanzen und ein unbestechlicher Hinweis darauf, dass nicht nur der Strand, sondern auch das Wasser hier sauber ist.
  5. Strand Spiaggia della Feniglia (Orbetello)
    Der zweite Sandstreifen, der die Halbinsel des Monte Argentario mit dem Festland verbindet, ist der sechs Kilometer lange Strand von Feniglia. Ein langer, breiter und weitläufiger Strand mit hellem Sand, der in einem Bericht der WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) als einer der schönsten Traumstrände Europas beschrieben wurde. Auch viele junge Italiener und italienische Familien kommen in der Hochsaison an diesen Treffpunkt, um hier ganz entspannt die Seele baumeln zu lassen. Dabei hat man die Wahl zwischen gepflegter Strandkultur und Natur pur. Denn an den Enden des überwiegend naturbelassenen Strandes findet man Bars, Restaurants, eine Badeaufsicht und Sonnenliegen mit Schirmen zum Anmieten. Außerdem Parklätze. Hinter dem Strand befindet sich der wunderschöne Kiefernwald des  Naturschutzgebiets Duna Feniglia, in dem man regelmäßig auch auf Rehe trifft.
  6. Talamone
    Der einzige öffentliche Badestrand von Talamone – „Bagno delle Donne“ – befindet sich am Fuß der Burg, die am höchsten Punkt des Ortes thront. Hier öffnet sich einem eine Traumkulisse: tiefblaues Wasser und weiß aufschäumende Gischt zwischen dunkelgrauen, frei stehenden Felsen. Ins Wasser gehen sollte hier allerdings nur, wer wirklich schwimmen kann. Allen anderen wird empfohlen, die Sonne und den Ausblick zu genießen, am besten unter einem Sonnenschirm, wenn auch nicht dem eigenen. Denn den kann man auf den Felsen sowieso nicht aufstellen. Stattdessen nutzt man die mit ca. sieben Euro pro Tag erschwinglichen Liegen und Sonnenschirme oder begibt sich unter den Schirm eines der Strandclubs mit Bar und Restaurantservice. Die Plätze lassen sich zwar an zehn Fingern abzählen, aber irgendwie reicht es doch immer für alle und die herrliche Landschaft entschädigt für kleine Unannehmlichkeiten. Der Felsvorsprung, auf dem der „bagnino“ – der Bademeister – sitzt, eignet sich übrigens hervorragend als Sprungbrett.
  7. La Cantoniera (Porto Santo Stefano)
    Dieser teils sandige, teils steinige Strand ist nur einen Kilometer von Porto Santo Stefano entfernt. Er ist kostenlos und hat ein sehr nettes Strandcafé, von dem aus man einen herrlichen Blick auf den Ort genießen kann. Neben Sand und Steinen bietet der Strand auch Felsen, von denen ganz besonders Mutige auch immer mal wieder den Sprung ins Wasser wagen.
  8. Principina a mare
    Vor allem für Familien mit kleinen Kindern zu empfehlen! Schon die Straßen im Dorf sind ohne nennenswerte Steigung und von gut ausgebauten Fahrradwegen gesäumt. Auch der breite, feinsandige Strand, von dem aus das Meer sanft abfällt, ist ideal für den Aufenthalt mit Kindern. Berühmt ist hier vor allem der Spiaggia delle Capanne (Strand der Hütten). Die Hütten, die dort stehen, sind aus Treibgut des Ombrone errichtet.
  9. Punta Ala
    Ein langer Strand mit Badeeinrichtungen und Erfrischungspunkten. Um ihn zu erreichen, muss man den weitläufigen Kiefernwald durchqueren, der entlang des oberen Strandsaums verläuft. Ein paradiesischer Platz inmitten der Natur. Der sanft abfallende Meeresboden macht den Strand vor allem für Urlauber mit Kindern zu einem absoluten Lieblingsort.
  10. Castiglione della Pescaia sud
    Ein sehr breiter Strand aus feinem Sand, der zum Meer hin sanft abfällt. Da der Strand sieben Kilometer weit bis zur Marina di Grosseto reicht, finden Sie auch in der Hochsaison noch einen ungestörten Platz für sich, der zu Fuß gut zu erreichen ist. Das Meer ist sauber und die Wellen hier können sich durchaus sehen lassen.
  11. Carbonifera (Follonica)
    Ein Strand mit feinem weißen Sand und Dünen, klarem blauen Wasser, unter dem der Meeresboden sanft abfällt und dahinter einem jahrhundertealten, üppigen Kiefernwald – der Strand von Carbonifera ist das perfekte Ausflugsziel für Familien mit Kindern. Sieht man vom Strand aus aus über das Wasser, sieht man die Inseln Elba und Montecristo, ein Anblick, der an einem klaren Tag umso beeindruckender ist.
  12. Capezzolo (Castiglione della Pescaia)
    Dieser Strand liegt nördlich des malerischen Städtchens Castiglione della Pescaia. Der Zugang ist kostenlos, es gibt Badeeinrichtungen mit Sonnenschirmen und Restaurantservice, das Meer ist friedlich und fällt sanft ab. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn hier und da auf dem Meeresboden kann man durchaus auch mal auf Felsen stoßen.

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